Spendenprojekt Neubau Kinder- und Jugendpsychiatrie

Gemeinsam mit der Freien und Hansestadt Hamburg finanzieren wir den Neubau der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Wilhelmstift. Doch um daraus einen entwicklungsfördernden Lebensraum für psychisch erkrankte Kinder zu schaffen, braucht es mehr: 

Es bedarf bürgerschaftlichen Engagements

Engagement, das uns eine medizinisch hochwertige und vor allem ganzheitliche Versorgung in einer kindgerechten Umgebung ermöglicht.

Für MEHR als ein Kinderkrankenhaus.

Ihre Spendengelder helfen uns, die für die Gesundung schwer erkrankter Kinder erforderlichen Angebote wie beispielsweise Bewegungstherapien zu verwirklichen. Selbstverständlich kommen Ihre Spendengelder zu 100 Prozent an. 

Für mehr entwicklungsfördernden Lebensraum

Das Draußen gestalten

Raum für Eroberungen

Noch gibt es ihn nur als Modell - unseren neuen Holzspielgarten, der im Herzen des Klinikgeländes stehen und Groß wie Klein begeistern soll. 
Mit Entwicklungsparcour, Riesen-Hängematte, Balancebalken und Schaukeln: sich beteiligen, von Runde zu Runde sich steigern und sicherer werden. 


Sich selbst besiegen

Spendenbedarf: 84.000 EUR

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Raum für Entwicklung nach oben

Konzentration auf den nächsten Schritt, Abschalten der „unwichtigen“ Welt, Vertrauen, Halt und Sicherheit. An einer Kletterwand mit neuem Mut Neues wagen. 

Angebracht an der Außenwand des neuen Gebäudes bietet sie Patienten, die Möglichkeit den Fokus auf die konzentrierte Bewegung zu setzen und in eigenen Grenzerfahrungen neue Stärken entwickeln.
 

Stark werden Dank Kletterwand

Spendenbedarf: 65.000 EUR

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Das Wohnen gestalten

Raum für Ausdruck ohne Worte

Mit dem Kunsttherapie Projekt 'Tonkachelwand' geben wir Patienten die Möglichkeit, Dinge auszudrücken, für die es keine Worte gibt.

 

Dinge in Ton ausdrücken für die es keine Worte gibt.

Spendenbedarf 48.000 EUR 

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Raum für Spiel und Bewegung

Für die Kinderstation der neuen Psychiatrie haben wir uns ein Spielzimmer gewünscht.

Bewegung und Spiel sind die zentralen Säulen des Therapieerfolgs. 

 

Ermöglicht durch das Hamburger Spendenparlament 

Spendensumme: 24.608  EUR

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Verfolgen Sie den Bau des Spielzimmers mit unseren Videos

Video

Making off Spielzimmer 1- Vermessung 

Über unsere Kinder- und Jugendpsychiatrie

Geplante Tonkachelwand im Foyer

In unserer Abteilung für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie behandeln wir seit 1978 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren. Rund 150 Mitarbeitern versorgen jährlich 2.000 Kinder und Jugendliche mit schweren psychischen Störungen. 

Die Patienten leiden beispielsweise unter Störungen der Lebenslust oder Lebensfreude, der Hoffnung oder haben nicht gelernt Konflikte gut zu lösen. Sie haben  Ängste, die die individuelle und soziale Weiterentwicklung verhindern, leiden unter traumatischen Belastungen oder Körper-Seele sind gestört. Sie können ihre Gefühle nicht ausdrücken, verstehen die Welt nicht mehr oder haben sich in eine ganz eigene Welt zurückgezogen. 

Für diese Patienten planen wir einen Neubau, der vorwiegend aus 2 bis 3 Bett-Zimmern mit eigenem Bad. Der Neubau bietet Schutz und mit seinen vielen verschiedenen Angeboten genügend Raum für Entwicklung. Offen, freundlich und zuversichtlich soll er sein. 

Beispielhafte Fallgeschichte des kleinen Max

Der achtjährige Max, ein quirliger, lebhafter Junge, hat an allem Interesse hat, bringt aber oft nicht die Konzentration auf, bei der Sache zu bleiben. Beschäftigungen bricht er von einem Moment auf den anderen ab, weil etwas Neues seine Aufmerksamkeit bindet. Darunter leiden vor allem Freundschaften und im Schulunterricht hat er den Anschluss längst verloren, ist im Klassenverband ein Außenseiter. Die anderen schätzen zwar seine lustigen Ideen, wollen aber nichts mit ihm zu tun haben, weil er laut und unzuverlässig ist. 

Max bedrückt das sehr und er kommt nur schwer mit dieser Ablehnung zurecht. 

Tag für Tag fällt es seinen Eltern schwerer, ihn für die Schule zu motivieren. Und weil es so schwer ist, die Kränkung und Trauer zu fühlen, wird Max in seiner Hilflosigkeit wütend. Wenn er wütend ist, kann er wenigstens etwas bewirken. So wird er immer öfter bockig, macht anderen Kindern ihr Spiel kaputt, albert unpassend herum, macht Lärm. 

Und schämt sich hinterher meist fürchterlich, denn eigentlich möchte er nur dazu gehören. Und dann ist er wieder traurig und da das nicht auszuhalten ist, kommt die Wut und alles geht von vorne los. Die ganze Welt ist ungerecht! Und das neue Baby Zuhause darf alles und er nichts! Die ganze Nacht schreit es und er kann nicht schlafen. 

Schließlich toleriert seine Klassenlehrerin die Unterrichtsstörungen nicht mehr und auch immer mehr Eltern anderer Kinder beschweren sich über sein Verhalten. So gehen Max Eltern mit ihm zur Beratung in eine psychologische Ambulanz, die eine Therapie empfiehlt. 

Und dann kommt Corona und die Praxis muss schließen. Die Schule schließt. Die Spielplätze schließen. Alle müssen zuhause bleiben. Alles ist plötzlich anders. 

Corona macht Max Angst. Noch mehr Angst, als er ohnehin schon hat. 

Alle sind plötzlich so komisch und die Regeln sind plötzlich anders. Anfangs freut er sich, weil er nicht mehr in die doofe Schule muss. Aber er merkt schnell, dass seine Eltern sich jetzt auch anders verhalten. Außerdem hat er Angst, weil sein Papa jetzt immer Zuhause ist und kein Geld verdienen kann. Und Geld ist doch wichtig zum Leben. Angst, weil er Corona und das was es macht, nicht wirklich versteht. Und er spürt die Sorge seiner Eltern. Er will sein altes Leben zurück und hört immer nur „Das geht noch nicht.“ Und eigentlich will er das ja auch gar nicht. 

Und schon muss er sich wieder aufregen und irgendwas kaputt machen. 

Max ist irgendwann so wütend und verzweifelt, dass er beginnt, auf seine Mama und seinen Papa ein zu schlagen. Er schreit und brüllt wie von Sinnen. Corona soll weggehen und alles soll endlich wieder normal sein. Mama und Papa wollen ihn beruhigen, aber Max will sich nicht beruhigen. Er will nicht reden. Er will, dass alles anders wird. Sofort! 

Max Eltern sind erschrocken und besorgt und rufen die Notfallnummer des Kinderkrankenhauses an. Dort wird ihnen empfohlen, mit Max zu einem Kennenlernen vorbei zu kommen. 

Alle gemeinsam beschließen, dass Max eine Weile in der Klinik bleibt, damit alle verstehen, woher die Angst und die Wut kommen. Er kommt für eine Weile in die Kinder- und Jugendpsychiatrie, wo er herausfindet, woher Wut und Trauer kommen und was er dagegen tun kann. 

Er wird viel sicherer in seinem Alltag. Und er kann sich mit anderen Kindern neu ausprobieren und lernt, wie er Freundschaften halten kann. Er übt, konzentriert einer Sache zu folgen, zum Beispiel an der Kletterwand. Hier muss er jeden Schritt mit Bedacht und Zeit wählen. Das Klettern macht ihm Spaß und er ist schon richtig gut geworden. Mittlerweile kommt er schon fast bis ganz nach oben. 

In der Klinik kann er endlich und ganz langsam versuchen, alles zu verstehen. Hier haben alle Zeit für ihn, reden alle mit ihm. Und in der Kunsttherapie hat er angefangen all seine Wut zu nutzen, um eine tolle Tonkachel zu bauen. Umlenken der Wut, nennt das seine Therapeutin, die sehr nett ist und mit der er über alles reden kann. Wut verstehen. Ist ihm doch mal alles zu viel, kann er sich einfach in sein Zimmer zurückziehen. Endlich mal die Tür zu machen, für sich sein und einfach nur spielen. 

Max kann bald wieder nach Hause. Er freut sich auf Mama und Papa, die in Gesprächen mit der Therapeutin viel über Max Verhalten gelernt haben und jetzt wissen, wie sie damit umgehen können. Dadurch ist es schon jetzt oft viel entspannter. Auch mit dem Baby. 
 

Jede Unterstützung hilft!

Spendengelder helfen uns mehr als ein Kinderkrankenhaus zu sein. Lieber überweisen?

  • Katholisches Kinderkrankenhaus Wilhelmstift gGmbH
  • IBAN DE76 2005 0550 1500 6433 72
  • BIC HASPDEHHXXX
  • Verwendungszweck: Spende Kinderkrankenhaus Wilhelmstift
Maike Hinrichs
Referentin Kommunikation & Fundraising

Maike Hinrichs

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