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Therapie der lagerungsbedingten Plagiocephalie

(Kopfverformungen) durch Kopforthese (Helmtherapie)

Kopfdeformitäten fordern eine sofortige Abklärung. Wenn die frühzeitige Verknöcherung der Schädelnaht die Ursache darstellt,  muss eine Operation vorgenommen werden. Die häufigste Ursache von Kopfdeformitäten ist allerdings lagerungsbedingt, hierfür ist in ausgeprägten Fällen die so genannte Helmtherapie die Therapie der Wahl. Der Kopf wird mit 5 Kameras dreidimensional fotografiert. Anhand der generierten Daten wird der Helm hergestellt. Wir sind Mitglieder des Cranioform-Netzwerkes für Helmtherapie, eine Initiative führender Gesichtschirurgen, die seit ca. 20 Jahren auf Kopfdeformitäten spezialisiert ist. Ein Portal für Eltern zum Erfahrungsaustausch sowie weiterführende Fachinformationen können Sie unter www.cranioform.de finden.

 

 

Abb. 29 - Lagerungsbedingte Plagiocephalie (oben). Korrektur durch Kopforthese nach 4 Monaten (unten). Die Indikation zur Therapie mittels Kopforthese (Helm) wird anhand der Vermessung des Schädels (Schädelbreite, Schädellänge, Diagonale) bzw. des resultierenden Schädelindex (Breite/Länge x 100; Helmtherapie indiziert ab 90) und des Schädelasymmetrieindex (Diagonale A – Diagonale B/ Diagonale A x 100; Helmtherapie indiziert ab 6,25). Die Verschiebung der Ohrachse (Ear-shift) wird ebenfalls vermessen und berücksichtigt.