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Kinder-Unfallchirurgie.

 

Die Besonderheiten von Verletzungen und ihrer Folgezustände bei Kindern und Jugendlichen in ihrem jeweiligen Entwicklungsstand erfordern eine spezielle Diagnostik, Akuttherapie und Nachbehandlung unter Einbeziehung der Eltern und anderer Bezugspersonen.

Eine kindgerechte Infrastruktur mit speziell ausgebildeten Kinderchirurgen, Kinderkrankenschwestern, Krankengymnastinnen, Kinder- und Jugendärzten, Kinderradiologen, Kinderanästhesisten, Kinder- und Jugendpsychiatern, Psychologen und Pädagogen wie im Kinderkrankenhaus Wilhelmstift tragen wesentlich dazu bei, unfallverletzte Kinder und Jugendliche altersgerecht zu behandeln.

In Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen der Abteilung für Kinderchirurgie (Chefärzte Dr. U. Hübner und Dr. Suß) und der Abteilung für Handchirurgie (Chefärztin Dr. W. Hülsemann) gewährleistet der Chirurg und Unfallchirurg Dr. B. Bohn aus dem BG-Unfallkrankenhaus Hamburg „Boberg" sowohl die Akutbehandlung als auch die Sekundärversorgung von Schul- und Kindergartenunfällen auf dem aktuellen Stand der Kindertraumatologie.

Eine enge Zusammenarbeit mit dem BG-Unfallkrankenhaus Hamburg (Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Ch. Jürgens) sowie der enge Kontakt mit kooperierenden Kliniken, niedergelassenen Ärzten, den gesetzlichen Unfallversicherungsträgern und Krankenkassen kommen dabei den jungen Patienten zu Gute.

Es besteht eine Zulassung für die Versorgung schwer verletzter Kinder im Rahmen des so genannten Verletzungsartenverfahrens der gesetzlichen Unfallversicherungsträger (§ 6 - Fälle).

Die Behandlung Brandverletzter erfolgt gemeinsam mit den in der Therapie von Brandverletzungen spezialisierten Plastischen Chirurgen des Unfallkrankenhauses Hamburg (Chefarzt Dr. K.-D. Rudolf, Ltd. Oberarzt Dr. Bisgwa).

Exemplarisch für den Unterschied gegenüber der Behandlung Erwachsener seien die Frakturen im Bereich der Wachstumsfugen genannt: Hier gilt es zu beurteilen, ob überhaupt eine Fraktur vorliegt und wenn ja, mit welcher Behandlungskonsequenz.

Einen wichtigen Baustein in der bildgebenden Diagnostik stellt dabei neben dem konventionellen Röntgen die Ultraschalluntersuchung in der Hand der geübten Kinderradiologen dar; für spezielle Fragestellungen steht auch ein offener Kernspintomograph zur Verfügung.

Weitere Unterschiede zur Erwachsenen-Unfallchirurgie bestehen in der potentiell rascheren Heilung bei Kindern und Jugendlichen, den kurzen stationären Verweildauern und der hohen Zahl sowohl konservativer Frakturbehandlungen als auch ambulanter Operationen.

Eine enge Anbindung an die Ambulanz führt zu einer gezielten Steuerung des Heilverfahrens, deren Ziel die schnelle Wiederherstellung der Spiel- und Schulfähigkeit der Kinder und Jugendlichen ist.

Neben der Versorgung frischer knöcherner Verletzungen liegen weitere Schwerpunkte unserer traumatologischen Behandlungen in der Versorgung gutartiger Knochenveränderungen wie z.B. juveniler Knochenzysten und in der operativen Korrektur von in Fehlstellung verheilter Knochen.

Schwerpunktmäßig werden bei uns auch Patienten mit Trichterbrust betreut. Hier bieten wir sowohl die operative Behandlung nach NUSS als auch die konservative Behandlung mit der Saugglocke nach KLOBE an.

Die Spezialsprechstunde mit kurzfristiger Vorstellungsmöglichkeit gewährleistet einerseits einen engen Kontakt zu den betreuenden Eltern, niedergelassenen Ärzten sowie den zuweisenden Kliniken, andererseits dient sie der Beratung zuständiger Kostenträger und zur Begutachtung von Unfallfolgezuständen.

Unsere Klinik ist Partnerklinik von Li-La e.V., einer Gruppe von Kindertraumatologen, Kinderchirurgen und Kinderärzten als Interessenvertretung unserer heranwachsenden Patienten. Wir nehmen an den von dort geleiteten Nachuntersuchungsprogrammen teil.