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Handchirurgie.

Wir blicken auf eine über 25-jährige Erfahrung in der Behandlung von angeborenen Hand- und Fußfehlbildungen zurück. Seit Ende 2014 leitet Frau Dr. W. Hülsemann als Chefärztin die Abteilung. Aufgebaut wurde sie von zwei Pionieren der Handchirurgie: Prof. Dr. D. Buck-Gramcko und Dr. R. Habenicht.

Das Team besteht aus fünf Fachärzten mit unterschiedlichen Spezialisierungen. Jährlich werden 2.000 Kinder und Jugendliche mit Fehlbildungen und nach Unfällen beraten und behandelt. Das Team operiert täglich Kinder mit fehlgebildeten Extremitäten und kommt so auf etwa 1.000 Eingriffe an Armen und Füßen pro Jahr. Die Operationen werden auch an zwei Extremitäten gleichzeitig durchgeführt,

um die Anzahl der Eingriffe und damit der Narkosen für die Kinder zu verringern.
Jahrzehntelange Erfahrung trifft auf moderne operative Techniken: wir transplantieren regelmäßig Zehen zum Fingeraufbau und führen Distraktionen von Weichteilen, kontrakten Gelenken und zur Knochenverlängerung durch.
Die Patienten kommen aus dem gesamten Bundesgebiet und aus dem Ausland.

Unser Spektrum umfasst u.a.:

  • angeborene Bewegungseinschränkungen: Arthrogrypose, Kamptodaktylien
  • Daumenfehlbildungen
  • Klumphand durch Radiusaplasie
  • Makrodaktylien (Riesenwuchs)
  • Osteochondrome (Knorpeltumore)
  • Polydaktylien (Doppeldaumen, überzählige Finger und Zehen)
  • Pollex rigidus (feststehender Daumen),
  • Schnürring-Syndrome
  • Spaltbildungen (Spalthände und –füße)
  • Symbrachydaktylien
  • Syndaktylien (zusammengewachsene Finger oder Zehen)

Das Team der handchirurgischen Abteilung deckt das gesamte Spektrum der Behandlung von Fehlbildungen an Händen, Unterarmen und Vorfüßen ab. Es werden Handverletzungen aus der Region und funktionsverbessernde Operationen nach Unfallfolgen durchgeführt.
Jeder Arzt unseres Teams bringt besondere Qualifikationen ein. Unsere Patienten profitieren jeden Tag davon, dass bei uns handchirurgisches Wissen durch kinderorthopädische Fähigkeiten und Techniken aus der plastischen Chirurgie ergänzt wird.
Bundesweit gelten wir als Experten für den Aufbau fehlender Finger durch Zehentransplantation und für die Verlängerung zu kurzer Fingerglieder und Unterarme durch Kallusdistraktion.

Frau Dr. W. Hülsemann
Handchirurgie, FÄ für Chirurgie und Unfallchirurgie, seit 1999 in der handchirurgischen Abteilung tätig.

Herr M. Mann
Kinderorthopädie, FA für Orthopädie und Unfallchirurgie, seit 2005 in der Abteilung tätig

Herr Dr. F. Winkler
Handchirurgie, FA für Orthopädie, Fußchirurgie, seit 2012 in der Abteilung tätig

Frau D. Sippel
Handchirurgie, ab 1.4.2017 in der Abteilung tätig

Frau Zahran-Höynck
Handchirurgie, Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie

Frau Dr. Hülsemann verfügt über eine kassenärztliche Ermächtigung

  • zur ambulanten Behandlung angeborener Fehlbildungen der Extremitäten sowie
  • zur ambulanten Behandlung von Handverletzungen

jedoch ausschließlich auf Überweisung durch Kinderchirurgen, Chirurgen oder Orthopäden.

Bitte bringen Sie zur Erstvorstellung vorhandene Vorbefunde und Kassenpatienten eine Überweisung eines Kinderchirurgen, Chirurgen oder Orthopäden mit.

Die Sprechstunden finden nach Terminvereinbarung montags und donnerstags von 12.00 bis 15.30 Uhr statt.

Termine können von Montag bis Freitag zwischen 10.00 und 14.00 Uhr unter der Telefon-Nr. 040 67 37 72 54 bei unseren Sekretärinnen Frau B. Ziegler, Frau A. Salzmann vereinbart werden.

In der Sprechstunde betreut Sie unsere Arzthelferin, Frau D. Scharka.

Die handchirurgische Abteilung beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Diagnostik und Behandlung vorwiegend komplexer Hand- und Fußfehlbildungen, häufig auch im Rahmen von Mehrfachfehlbildungen sowie  bei komplexen Fehlbildungssyndromen.

Sie führt im Jahr ca. 600 – 650 meist lang dauernde komplexe Eingriffe zur Korrektur angeborener Fehlbildungen durch. Aufgrund der strukturellen Voraussetzungen und personellen Ausstattung besteht die Möglichkeit, bei komplexen Mehrfachfehlbildungen mehrere Extremitäten gleichzeitig zu operieren und so die Zahl der notwendigen Eingriffe und Krankenhausaufenthalte für die Patienten und deren Familien so klein wie möglich zu halten.

Zudem versorgt die Abteilung im Jahr ca. 150 – 200 Kinder und Jugendliche mit Handverletzungen. Neben der vollstationären Behandlung werden auch ambulante Operationen durchgeführt.

Die handchirurgische Abteilung verfügt über zehn vollstationäre Betten überwiegend als Mutter-Kind-Einheiten.