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Allergologie

Allergien sind im Kindesalter sehr häufig Ursache für Symptome an der Lunge (Asthma), den oberen Atemwegen (Heuschnupfen), der Haut (Ekzem) oder als lebensgefährliche Reaktionen an vielen Organen bei Nahrungsmittel- oder Medikamentenallergie (Anaphylaxie).

In der pneumologisch/allergologischen Ambulanz werden auf Überweisung von Kinderärzten Kinder mit chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma bronchiale sowie Kinder mit Inhalationsallergien, Nahrungsmittelallergien und Insektengiftallergien untersucht und behandelt. Kinder mit atopischem Ekzem (Neurodermitis) und Urtikaria werden in der Abteilung Dermatologie behandelt.

Allergologie

  • Allergologie

    Die Diagnose und Therapie allergischer Erkrankungen setzt eine sorgfältige Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) sowie Untersuchung der Kinder voraus. Zur weiteren Diagnostik gehören je nach Fragestellung

     

    • Allergiehauttest (Pricktest)
    • Immundiagnostik
    • nasale Provokation
    • Nahrungsmittel- und Medikamentenprovokation
    • Nahrungsmittelprovokationen finden wegen der grundsätzlichen Gefahr eines Allergieschocks (Anaphylaxie) teilstationär in der Tagesklinik an zwei aufeinander folgenden Tagen statt und bei besonderen Umständen als stationäre Behandlung.
  • Spezielle Behandlungsverfahren

    Für unsere asthma- und allergiebetroffenen Patienten und deren Eltern bieten wir eine spezielle Asthmaschulung und eine Anaphylaxieschulung an. Kinder mit Insektengift-, Pollen- oder Hausstaubmilbenallergie können langfristig ambulant mit einer subkutanen Immuntherapie (SCIT) in der pneumologisch/allergologischen Ambulanz behandelt werden.

     

    Weitere Informationen zur Anaphylaxieschulung.

Leistungen unserer allergologischen Ambulanz

Zur Lungenfunktionsuntersuchung bieten wir die Spirometrie, die Bodyplethysmographie und die Impuls-Osszilographie an. Zusätzlich stehen verschiedenen Verfahren der Broncho-Provokation wie Laufband- und Bronchospasmolysetest zur Verfügung. Die allergologische Diagnostik umfasst sämtliche gebräuchlichen Verfahren der Allergietestung wie Hauttestungen, Laboruntersuchungen und Provokationstests. Therapeutisch führen wir die systemische Immuntherapie (Hyposensibilisierung, "Allergieimpfung") gegen inhalative Allergene sowie bei Insektengiftallergien (Wespen, Bienen) durch.

In unserer allergologischen Ambulanz werden jährlich ca. 450 Lungenfunktionsuntersuchungen, 600 Allergietestungen und 200 Untersuchungen auf Mukoviscidose (Schweißtest) durchgeführt. Welche Untersuchungen für Ihr Kind sinnvoll sind, entscheiden die leitenden Ärzte nach einem ausführlichen Vorgespräch (Anamnese).

Im Folgenden erfahren Sie mehr über die verschiedenen Untersuchungsmethoden der Lungenheilkunde im Kindesalter.

Spirometrie

  • Spirometrie

    Die Spirometrie wird auch die „kleine Lungenfunktion" genannt. Dabei wird das Aus- und Einatemluftvolumen sowie die Beziehungen Volumen / Zeit gemessen.

     

    Durch Messung dieser Größen kann der Arzt Erkrankungen der Lunge diagnostizieren und in ihrem Verlauf kontrollieren. Er kann z.B. so zwischen obstruktiven Lungenerkrankungen, die durch eine Behinderung der Luftströmung in den Atemwegen gekennzeichnet sind (z.B. Asthma bronchiale) und restriktiven Lungenerkrankungen mit verminderter Dehnbarkeit der Lunge unterscheiden.

  • Wie läuft die Spirometrie ab?

    Der Patient atmet über ein Mundstück, welches mit dem Spirometer verbunden ist, ein und aus. Auf Anweisung der die Untersuchung durchführenden Kinderkrankenschwester müssen bestimmte Atemmanöver durchgeführt werden, um möglichst zuverlässige Werte messen zu können. Die Untersuchung birgt praktisch keine Risiken und kann bei Kindern ab einem Alter von sechs bis acht Jahren durchgeführt werden.
     

  • Body-Plethysmographie

    Diese Untersuchung wird auch Ganzkörper-Plethysmographie genannt und ist ein Verfahren zur Messung der Lungenfunktion. Dabei kommt der Name aus dem Griechischen, "plethys" bedeutet in etwa Fülle oder Menge, "graphie" steht für Registrierung.

     

    Bei der Body-Plethysmographie sitzt sich der Patient in einer luftdicht abgeschlossenen Kammer und atmet über ein Mundstück ruhig ein und aus. Durch die Bewegungen des Brustkorbes entstehen in der Kammer Druckschwankungen. Aus diesen kann der Luftdruck in den Lungenbläschen (Alveolar-druck) ermittelt werden. Durch gleichzeitige Messung des Atemstroms am Mund kann unter Anwendung des Ohm-Gesetztes (R=U/I) der Atemwegs-Widerstand "R" (Resistance) bestimmt werden. Hieraus kann der Arzt Rückschlüsse auf den Zustand der Atemwege schließen. Zum Beispiel kann er hier ablesen, ob eine Verengung der Bronchien vorliegt.
    Mit einem grafischen Aufzeichnungsgerät werden charakteristische Schleifen gezeichnet, deren Form Hinweise auf die Art der Lungenerkrankung gibt. Auch eine Überblähung der Lunge kann so sicher diagnostiziert werden.

  • Wie läuft die Body-Plethysmographie ab?

    Der Patient sitzt in einer luftdicht abgeschlossenen Kammer und atmet dabei über ein Mundstück ein und aus. Über ein Mikrofon kann er mit der die Untersuchung durchführenden Kinderkrankenschwester Kontakt aufnehmen. Nach dem Ausatmen wird nach Vorankündigung das Atemrohr kurz verschlossen; das Kind wird aufgefordert weiter gegen den Widerstand ein- und auszuatmen. Bei der Untersuchung bestehen praktisch keine Risiken. Sie kann schon bei Kindern ab einem Alter von vier Jahren durchgeführt werden.

  • Impuls-Oszillometrie (IOS)

    Bei dieser Messtechnik werden – ähnlich wie bei einer Fledermaus - Schallwellen über einen Lautsprecher in die Atemwege gesandt, die aber vom Kind nicht wahrgenommen werden. Die Reflexion dieser Schallwellen wird gemessen und erlaubt Rückschlüsse auf eventuelle Widerstände in der Lunge und den Atemwegen (z.B. Schleim, Verengungen usw.) sowie auf die Dehnbarkeit und Elastizität der Bronchien. Der Vorteil dieser Messung ist, dass sie selbst bei ganz jungen Kindern ab dem dritten Lebensjahr schon möglich ist. Risiken von Seiten der Untersuchung bestehen nicht.

  • Laufbandtest

    Berichtet der Patient oder seine Eltern über Anfälle von Atemnot oder Husten und zeigt die einfache Lungenfunktionsprüfung einen Normalbefund, werden Provokationsmethoden eingesetzt, um so eine nur auf bestimmte Reize auftretende Einschränkung der Lungenfunktion zu diagnostizieren. Dabei sind besonders Anstrengung, die Einatmung von Kaltluft oder die Inhalation eines körpereigenen Botenstoffs, dem Histamin effektive Provokatoren.

  • Was ist ein Provokationstest?

    Bei der Laufbandbelastung läuft der Patient unter Überwachung auf einem Laufband über einige Minuten mit einer individuell bestimmten Belastung. Anschließend wird gemessen, ob sich die Lungenfunktion nach der Belastung verschlechtert. Durch diese Provokationsmethode kann in der Regel die Erkrankung Asthma bronchiale zweifelsfrei bestätigt oder ausgeschlossen werden.

  • Was ist ein Bronchospasmolysetest?

    Er gibt die erste Lungenfunktionsuntersuchung einen krankhaften Befund, so wird mit dem Bronchospasmolysetest untersucht, ob die Messwerte sich nach Inhalation mit einem die Bronchien erwei-ternden Medikament (Betamimetkum, z. B. Salbutamol) normalisieren. Bei vielen Kindern wird man diesen Test auch bei vermeintlich normaler Lungenfunktion anwenden, da unter Umständen auch dann noch eine Verbesserung der Atmung erreicht werden kann. In der Regel wird der Bronchospasmolysetest auch nach den oben genannten Provokationsmethoden durchgeführt.

     

    Mögliche Nebenwirkungen des inhalierten Medikaments sind beschleunigter Herzschlag und innere Erregung. Bei Kindern, bei denen diese Nebenwirkungen bereits einmal aufgetreten sind, kann man auch auf ein alternatives Präparat ausweichen. In aller Regel wird die Inhalation aber problemlos vertragen.

Allergien

  • Was ist eine Allergie?

    Eine Allergie ist die überschießende Reaktion des körpereigenen Abwehrsystems (Immunsystem) auf verschiedene, körperfremde Stoffe aus der Umwelt. Dabei verkennt das Immunsystem fälschlicherweise diese Fremdstoffe (z. B. Blütenpollen) als Bedrohung für den Organismus. Prinzipiell kann jede Substanz aus unserer Umwelt eine Allergie auslösen, dabei ist die allergische Potenz, also die Fähigkeit eines Stoffes, eine Allergie auszulösen, sehr unterschiedlich. Sehr starke Allergene sind z. B. Hühnerei, Fisch, Kuhmilch, aber auch der Kot der Hausstaubmilbe, Katzenhaare oder Birkenpollen. In der Regel handelt es sich dabei um eine Eiweißsubstanz.

     

    Insgesamt sind bislang ca. 20.000 allergieauslösende Substanzen bekannt geworden. Die klassischen Allergieauslöser sind Nahrungsmittel, Blütenpollen, Hausstaubmilben, Tierhaare und Insektengift.

     

    Man unterscheidet Allergien, die durch Inhalation der Substanzen ausgelöst werden (Inhalationsallergien), Nahrungsmittelallergien und Kontaktallergien. In Deutschland leiden rund 15 bis 20 Prozent der Menschen unter einer Allergie, darunter sind auch zunehmend mehr Kinder betroffen.

  • Welche Symptome können bei einer Allergie auftreten?

    Am Auge treten Bindehautentzündung und Lidschwellung auf. An den Atemwegen kommt es zu Heuschnupfen, Dauerschnupfen, Schwellungen der Atemwege, Husten, Luftnot.

     

    An der Haut können Nesselsucht (Urtikaria) oder Ekzeme (Neurodermitis) auftreten. Bei Nahrungsmittelallergien können zusätzlich auch Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Kreislaufschock beobachtet werden, bei Kindern unter Umständen auch eine Gedeihstörung.

     

    Auch bei einer Insektengiftallergie droht unter Umständen einigen Menschen sogar ein lebensgefährlicher Kreislaufschock.
     

  • Wann kann eine Vorstellung Ihres Kindes in unserer Ambulanz sinnvoll sein?

    Wenn Sie bei Ihrem Kind jahreszeitlich abhängig Symptome wie Schnupfen, gerötete und juckende Augen feststellen, wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihr Kind auf bestimmte Haustiere allergisch ist oder auf den Genuss einzelner Nahrungsmittel reagiert, dann sollten Sie mit Ihrem Kinderarzt über die Notwendigkeit einer allergologischen Diagnostik sprechen. Aber auch nächtlicher und morgendlicher, chronischer Husten kann ein Hinweis auf eine Allergie, z.B. auf den Kot der Hausstaubmilben, sein.

  • Wie können Allergien diagnostiziert werden?

    Die Diagnose und Therapie allergischer Erkrankungen setzt eine sorgfältige Erhebung der Krankenvorgeschichte (Anamnese) sowie eine große Erfahrung in der Untersuchung der Kinder voraus. Auch die Durchführung und Beurteilung der verschiedenen Haut-, Provokations- und Labortests erfordert eine spezielle Ausbildung. Dr. med. J. Lemke und Dr. Christoph Kemen und das Team verfügen über langjährige Erfahrung mit Allergiekranken Kindern und steht Ihnen für ihre Fragen im Zusammenhang mit diesen Krankheiten auf Überweisung zur Verfügung.

     

    Zur allergologischen Diagnostik gehört eine sorgfältige Anamnese sowie meist eine Hauttestung der häufigsten Allergene, ergänzt durch im Einzelfall möglicherweise relevante Substanzen wie Haustierhaare oder Nahrungsmittel. Selbstverständlich können auch Insektengiftallergien auf diesem Weg zuverlässig diagnostiziert werden. Im Einzelfall können spezielle Laboruntersuchungen oder andere Allergie- und Provokationstests die Diagnose sichern helfen.

  • Was ist ein CAP oder RAST-Test?

    Man kann Allergien auch durch eine Blutuntersuchung (CAP-Testung) erkennen. In diesem Fall werden Immunantikörper (spezifisches IgE) auf verschiedene Allergene bestimmt.

  • Was ist ein Provokationstest?

    Bei einem Provokationstest wird versucht, die Relevanz einer nachgewiesenen Allergie für den Patienten zu bestimmen. Dazu kann man z.B. das betroffene Allergen in die Nase des Patienten sprühen und die klinische Reaktion beurteilen. Reagiert der Patient mit einem allergischen Schnupfen, kann die Schleimhautschwellung der Nase so registriert werden. Bei Patienten mit verschiedenen Allergien kann man mit dieser Methode zum Beispiel vor einer geplanten spezifischen Immuntherapie überprüfen, welches Allergen die größte „krankmachende" Wirkung auf den Patienten hat.

     

    Eine andere Art der Allergenprovokation wird bei wichtigen Nahrungsmittelallergien angewandt. Führt eine solche Allergie zu einer wesentlichen Einschränkung der Ernährung des Patienten oder ist im Zusammenhang mit einer Nahrungsmittelallergie eine schwere anaphylaktische (allergische) Schockreaktion aufgetreten, kann im Rahmen eines aus Sicherheitsgründen stationären oder tagesklinischen Aufenthaltes mit vorsichtig steigender Dosierung des entsprechenden Allergens die Relevanz der Allergie getestet werden.

  • Was ist ein Pricktest?

    Ein Pricktest ist ein Hauttest zur Abklärung möglicher Allergien. Dazu wird auf dem Arm ein Tropfen mit der Testlösung aufgetragen und dann die Haut an dieser Stelle mit der Prick-Lanzette ca. 1 mm tief schmerzlos eingeritzt. Nach ca. 15 Minuten wird die Stelle untersucht, hat sich dann eine Quaddel gebildet, so spricht dies für eine bestehende Allergie gegen die Testsubstanz. Bei Allergien des Soforttyps wird der Prick-Test als Standardmethode angewandt.

  • Was ist ein Epikutantest (Pflastertest)?

    Ein Pflaster mit der allergenhaltigen Substanz wird auf die Haut, meist am Rücken, geklebt und das Areal nach 24, 48 und 72 Stunden abgelesen. Dieser Test dient zur Identifizierung von Typ-IV-Allergien vom verzögerten Typ, wie zum Beispiel der Nickelallergie. Dieser Allergietest wird in unserem Kinderkrankenhaus in der dermatologischen Ambulanz („Hautsprechstunde“) von Prof. P. Höger durchgeführt.

  • Wie können Allergien behandelt werden?

    Allergenkarenz: Eine mögliche Therapieoption besteht in der Allergenkarenz (-vermeidung) durch allgemeine und spezielle Maßnahmen wie z.B. dem Encasing des Schlafplatzes bei einer Hausstaubmilbenallergie. Dabei werden Matratze und Kissen mit speziellen Überzügen umhüllt, die die Allergenkonzentration für das Kind deutlich reduzieren. Bei einer Nahrungsmittelallergie kann eine allergenfreie Diät helfen. Bei vielen Allergien ist eine Karenz allerdings nur mit großen Einschränkungen oder praktisch gar nicht möglich. Dies gilt zum Beispiel für die Pollenallergien. Hier kann lediglich versucht werden, die Menge der eingeatmeten Pollen zu reduzieren. Vermeiden Sie sportliche Aktivitäten bei hohen Pollenkonzentrationen in der Luft.

     

    Bei der Planung des Urlaubs bietet es sich für Pollenallergiker an, in der hiesigen Blütezeit zu verreisen und als Urlaubsziel einen Ort mit geringer Pollenbelastung zu wählen. Eine besonders pollenarme Luft findet man im Hochgebirge, am Meer und auf Inseln vor.

     

    Spezifische Immuntherapie: Eine andere Möglichkeit der Therapie, besonders bei Pollenallergien, aber auch bei der Hausstaubmilbenallergie sowie bei einigen Tierhaar- und Insektengiftallergien ist die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung). Dazu werden nach entsprechender Diagnostik speziell hergestellte Allergenextrakte in regelmäßigen Abständen unter die Haut (subkutan) injiziert und damit ein „Gewöhnungseffekt" des Körpers gegenüber dem jeweiligen Allergen erzielt. Das Immunsystem entwickelt eine Toleranz. Mit dieser Therapie können heute bei entsprechend sorgfältiger Auswahl des Allergens und der Patienten bei 90% der Kinder schon nach einem Jahr eine deutliche Besserungen der Symptomatik erzielt werden. Die Immuntherapie wird mindestens über drei Jahre fortgeführt um eine langanhaltenden, oft lebenslangen Effekt zu erzielen. Jährlich behandeln wir so ca. 30 Patienten. Nähere Informationen zur systemischen Immuntherapie finden Sie unten (siehe „SIT") oder unter den auf unserer Weblink-Seite aufgeführten Links.


    Medikamentöse Therapie: Steht eine systemische Immuntherapie bei dem betreffenden Allergen nicht zur Verfügung oder sprechen andere Begleiterkrankungen gegen die Durchführung dieser Therapie, kann versucht werden, mit Medikamenten die Symptome der Allergie zumindest vorübergehend zu lindern. Diese wirken allerdings nicht gegen die Ursache der Allergie wie bei der spezifischen Immuntherapie.

  • Was ist eine systemische Immuntherapie (SIT, Hyposensibilisierung)?

    Die systemische Immuntherapie ist die bislang einzige ursächlich ansetzende Allergietherapie. Dabei wird versucht, dem Patienten das für ihn relevante Allergen in langsam ansteigender Dosis zu zuführen und so eine Gewöhnung des Immunsystems zu erzielen. Die Therapie erfolgt mindestens über drei Jahre. Bei der konventionellen SIT wird das Allergen unter die Haut (subkutan) injiziert, die Verabreichung in Tablettenform unter die Zunge (sublinguale SIT) ist auch möglich. Den Wirkungsgrad dieser Therapievariante zu überprüfen ist derzeit Ziel vieler aktueller klinischer Untersuchungen.
     

Neurodermitistreff "Hautnah"

Neurodermitis ist eine Erkrankung, die förmlich unter die Haut geht! Für Betroffene und deren Familien führt die schubweise verlaufende und mit starkem Juckreiz einhergehende Erkrankung zu erheblichen Belastungen und Verunsicherungen durch eine Fülle von Behandlungsansätzen. Lästiges Eincremen, Schlaflosigkeit, Angst vor Arzneimittelnebenwirkungen, Gefühle der Schuld, Wut und Resignation, Ernährungseinschränkungen, gut gemeinte Ratschläge und auch soziale Ausgrenzung durch das äußerliche Erscheinungsbild prägen neben häufigen Arztbesuchen und häufigem Scheitern von Therapien den Alltag der Patienten.

  • Neurodermitisschulung für Kinder und Jugendliche

    Das Bundesministerium für Gesundheit und die Krankenkassen haben in Verbindung mit Medizinern und Psychologen ein Modellprojekt zur Verbesserung der Situation von betroffenen Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Im Rahmen dessen wurde ein Schulungskonzept entwickelt, erprobt und erfolgreich bewertet. Wir bieten Patienten ab Sommer 2004 das Neurodermitis-Schulungsprogramm der AGNES (Arbeitsgemeinschaft Neurodermitisschulung) an.

  • Wir bieten an

    • Schulungen für Eltern von Säuglingen, Kleinkindern und Kindern bis 7 Jahren
    • Eltern-Kind-Schulungen für Familien von Kindern zwischen 8 und 12 Jahren
    • Schulungen für Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren

    Die Gruppengröße ist auf 6-8 Teilnehmer, Familien bzw. Paare festgelegt. Eine Schulung umfasst sechs mal zwei Stunden.
    Bedingung für die Teilnahme ist eine mittelschwere bis schwere Ausprägung der Neurodermitis (SCORAD* > 26). *SCORAD = Severity Scoring of Atopic Dermatitis = Schweregradindex der Neurodermitis

  • Inhalte der Schulung

    Unter anderem behandeln wir folgende Fragen:

     

    • Was ist Neurodermitis?
    • Was ist eine Allergie und was kann ich dagegen tun?
    • Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
    • Was ist mit Kortison und gibt es Alternativen?
    • Was ist mit alternativen Therapien?
    • Was hilft bei Juckreiz?
    • Was sind meine persönlichen Auslöser?
    • Was mache ich bei Schlafstörungen?
    • Wie kann ich Stress reduzieren?
    • Welche Erfahrungen haben andere Betroffene gemacht?
    • Wie reinige ich die Haut schonend und pflege sie richtig?
    • Was sind Hinweise für eine Nahrungsmittelallergie?
    • Kann ich den Verlauf durch Ernährung beeinflussen?
  • Unser Schulungsteam besteht aus

    • Kinderärzten / Hautarzt / Allergologen (Prof. P. Höger, Sr. Andrea Britsch)
    • Psychologin (S. Gassner)
    • Diätassistentin (C. Schrader)

    Die Teammitglieder haben das Neurodermitistrainer-Zertifikat der AGNES oder langjährige Erfahrung mit Neurodermitispatienten.

Provokationen bei Nahrungsmittel- und Medikamentenallergie.

Provokationsteste zur weiteren Abklärung bei Nahrungsmittel- oder Antibiotikaallergien werden aus Sicherheitsgründen tagesklinischen oder stationär durchgeführt. In der Regel ist eine vorherige Vorstellung in der allergologischen Ambulanz zur Planung sinnvoll.
 

Service - Online Terminanfrage

Unsere Sprechstunden:
Montag und Freitag 09:30 – 12:30 Uhr
Dienstag, Mittwoch und Donnerstag 13:30 – 16:30 Uhr
Eine Vorstellung des Kindes ist nach telefonischer Anmeldung nur auf Überweisung durch Ihren Kinderarzt möglich.

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Checkliste für Termine in der Pneumologie

Um eine möglichst umfassende und reibungslose Konsultation zu gewährleisten, bitten wir Sie, folgende Dokumente zur Sprechstunde mitzubringen:

  • Versichertenkarte
  • Patient mit Sorgeberechtigen 
  • Überweisung von einem Kinderarzt 
  • Vorbefunde/ Unterlagen wie bspw. Allergietests, Lungenfunktionstest etc. 

Ablauf der Untersuchung

Bereits vor dem Besuch in unserer Ambulanz können Sie mithelfen, indem Sie in der Vergangenheit erhobene Befunde wie Allergietests, Lungenfunktionsuntersuchungen oder andere wichtige Unterlagen über die Erkrankung Ihres Kindes sowie die bislang eingenommenen Medikamente mitbringen. 

Üblicherweise gliedert sich ein Besuch in unserer Ambulanz wie folgt:

  • Zu Beginn steht ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt über die Vorgeschichte und die aktuellen Beschwerden Ihres Kindes. In diesem Gespräch wird festgelegt, welche weiterführenden Untersuchungen sinnvoll sind.
  • Es werden die entsprechenden diagnostischen Maßnahmen wie Allergietests, Blutuntersuchungen (in Ausnahmefällen) und Lungenfunktionsmessungen mit oder ohne Provokation durch Belastung (Laufband) oder Inhalation durchgeführt.
  • Am Ende steht dann ein weiteres Gespräch mit dem Arzt über die Untersuchungsergebnisse und die sich daraus ergebenden therapeutischen Konsequenzen. Hier gibt es ausreichend Raum für Ihre Fragen, ggf. findet auch bereits eine einleitende Schulung des Kindes, z. B. in der Inhalationstechnik oder dem Verhalten in einer Notfallsituation statt.
     
Dr. med. Joachim Lemke
Ltd. Arzt der Pädiatrischen Pneumologie / Allergologie

Dr. med. Joachim Lemke

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  • Qualifikationen

    • Oberarzt der Pädiatrie
    • Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
    • Zusatzbezeichnung Allergologie, Pädiatrische Pneumologie
  • Spezialgebiete

    • Zertifizierter Asthmatrainer 
  • Vita

    1983Beginn der Ausbildung zum Kinder- und Jugendarztes im Kinderkrankenhaus Wilhelmstift
    1988Facharztanerkennung
    1988 - 1989Weiterbildung zum Allergologen im Seehospitz Norderney
    seit 1990Oberarzt Kinderkrankenhaus Wilhelmstift
    seit 1990Asthma- und Allergieambulanz (KV-Ermächtigung)
    seit 1992Leitender Arzt des neu gegründeten Bereiches Pädiatrische Pneumologie / Allergologie
    2006Anerkennung Pädiatrische Pneumologie
Dr. med. Christoph Kemen
Oberarzt Pädiatrie

Dr. med. Christoph Kemen

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  • Qualifikationen

    • Oberarzt für Pädiatrie, ZNA/Notfallambulanz, Tagesklinik
    • Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
    • Zusatzbezeichnung Allergologie, Pädiatrische Pneumologie und Neonatologie
  • Vita

    1992 - 1999Studium der Humanmedizin an der Universität Hamburg, Wien, Sydney
    1999 - 2003Kinderklinik des FEK, Neumünster
    seit 2003KKH-Wilhelmstift
    2006Asthmatrainer
    2009Zusatzbezeichnung Allergologie
    2009Schwerpunktbezeichnung Neonatologie
    2010Zusatzbezeichnung Pädiatrische Pneumologie
    2011Anapyhalxietrainer