Zusammengewachsene Finger und Zehen (Syndaktylien)

Syndaktylien werden auch als Schwimmhäute bezeichnet. Sie sind die häufigste Fehlbildung der Hände und Füße und kann ein- oder beidseitig auftreten. Wenn mehrere Finger und Extremitäten betroffen sind, liegt vermutlich eine genetisch bedingte Veranlagung vor.

Finger

Bei den leichten Formen sind die Finger nur teilweise häutig verbunden (partielle Syndaktylie). Bei ausgeprägten Formen sind die Finger auf gesamter Länge miteinander verschmolzen. Sind die Endglieder zusätzlich knöchern verschmolzen, liegt eine komplexe Syndaktylie vor. Sie können aber auch Teil einer übergeordneten Fehlbildung sein. Eine Sonderform der Syndaktylie ist die Akrosyndaktylie, wie sie beim Schnürringsyndrom vorkommt.

Therapie: Zur Verbesserung des Spreizens und der einzelnen Fingerbeweglichkeit ist die operative Trennung sinnvoll.  Dieses geschieht in einer bis zu ca. dreistündigen Operation. Die Endglieder werden durch Kuppenplastiken geformt. Hautdefekte, die nach der Trennung verbleiben, werden mit Hauttransplantaten vom Unterbauch oder der Ellenbeuge verschlossen. Wir können dadurch, dass wir mehrere erfahrene Fehlbildungschirurgen in unserem Team haben,  beide Hände gleichzeitig operieren und dadurch die Operations- und Narkosezeit deutlich verkürzen.

Zehen

Syndaktylien von Zehen brauchen in der Regel nicht getrennt werden, da sie das Laufen nicht stören. Eine Ausnahme sind Syndaktylien von Zehen sehr unterschiedlicher Länge: der längere wird in die Beugung gezogen und entwickelt Druckschmerzen in festem Schuhwerk. Hier ist eine Trennung sinnvoll. 

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