Fehlende Finger (Symbrachydaktylie, Oligodaktylie)

Diese Form der Handfehlbildung betrifft nur eine Seite. Sie kommt in sehr unterschiedlicher Ausprägung vor. Bei der leichtesten Form sind alle Finger vorhanden, aber verkürzt (Kurzfingerform). Die Finger können mit Schwimmhäuten verbunden sein.  Bei der schwereren Form sind die mittleren Finger nicht entwickelt (zentraler Defekttyp) oder alle Finger bis auf den Daumen nicht ausgebildet (monodaktyle Form). Bei der schwersten Form fehlen alle Finger, möglicherweise auch das Handgelenk und Teile des Unterarms (peromele Form). Dementsprechend ist die mögliche Behandlung sehr vielfältig und reicht vom Nichtstun über aufwändige rekonstruktive Operationen mit Rekonstruktion eines Fingers durch freie Zehentransplantation bis zur Versorgung mit Alltagshilfsmitteln und Anpassung einer myoelektrischen Prothese. Wir arbeiten mit speziellen orthopädischen Werkstätten zusammen, die über eine optimale Hilfsmittelversorgung, wie z.B. ein nach Maß gefertigten Lenkradaufsatz für Lauf- und Fahrräder und auch Funktionsprothesen beraten. Grundsätzlich geht es immer darum, die Funktion der Hand zu verbessern und das beidhändige Spielen und Arbeiten zu verbessern. 

Oligodaktylie

Auf der Ellenseite fehlen einer oder mehrere Finger. Die Finger können häutig miteinander verbunden sein (Oligosyndaktylie). Die Fehlbildung beschränkt sich nicht auf die Ellenseite: häufig ist der Daumen gedoppelt, was oft erst im Röntgenbild zu erkennen ist. 

Bei Syndaktylien werde die Finger getrennt, bei Doppeldaumen der schlechtere Daumen reseziert, um den bleibenden Daumen möglichst viel Bewegungsfreiheit zu geben. Das Weiten einer verengten 1. Zwischenfingerfalte verbessert das Greifen größerer Gegenstände.
 

  • Jetzt Termin anfragen

    Handchirurgie

    Jetzt Termin anfragen