Gastroenterologie

Die Zusatzweiterbildung Kinder-Gastroenterologie dauert 18 Monate. Der Bereich wird von Dr. Henning Lenhartz geleitet, der am Wilhelmstift bzw. im ansässigen Medizinischen Versorgungszentrum die Patienten versorgt (ca. 800 im Jahr, davon etwa 70 mit chronischentzündlichen Darmerkrankungen). Es besteht die Anerkennung als Weiterbildungsstätte durch die Landesärztekammer Hamburg.

In Ergänzung zur Facharztkompetenz (Voraussetzung ist die Facharztanerkennung für Kinder- und Jugendmedizin) wird bei der Ausbildung Wissen zur Vorbeugung, Erkennung, konservativen Behandlung und Rehabilitation von angeborenen und erworbenen Erkrankungen des Verdauungstraktes einschließlich Leber, Gallenwege und Bauchspeicheldrüse bei Kindern und Jugendlichen von Beginn bis zum Abschluss ihrer somatischen Entwicklung erworben.

In der Ausbildung sollen Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in der Erkennung und Behandlung von Erkrankungen und Funktionsstörungen des Verdauungstraktes einschließlich der Leber, Gallenwege, Bauchspeicheldrüse vermittelt werden sowie der Erkennung und Behandlung von hormonellen und Stoffwechsel-Störungen in der Folge von Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Leber und der Bauchspeicheldrüse, insbesondere von Wachstumsstörungen, der Erkennung und Behandlung von Ernährungsstörungen; Funktionstesten der Verdauungsorgane; der Endoskopie des oberen Verdauungstraktes (Stand 2010 ca. 250 Untersuchungen am Wilhelmstift im Jahr) einschließlich interventioneller Verfahren wie Fremdkörperextraktion, Ösophagusdilatation, blutstillende Maßnahmen in Ösophagus und Magen, der Endoskopie des unteren Verdauungstraktes (Stand 2010 ca. 60 Untersuchungen am Wilhelmstift im Jahr) einschließlich interventioneller Verfahren, der Leberbiopsie, der Sonographie des Verdauungstraktes einschließlich Doppler- / Duplexsonographien der Gefäße des Verdauungstraktes, der Vorbereitung, Nachsorge und Langzeitbetreuung von Kindern mit Lebertransplantation einschließlich Steuerung und Überwachung der immunsuppressiven Therapie, der Indikation, Steuerung und Überwachung enteraler und parenteraler Ernährungsverfahren.

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