Psychomotorik

In den 60er Jahren entwickelte Prof. Dr. E. J. Kiphard zusammen mit dem Kinder- und Jugendpsychiater Dr. Hünnekenns die psychomotorische Übungsbehandlung mit dem Ziel, erziehungsschwierigen, gehemmten, motorisch und psychisch beeinträchtigten Kindern zu einer geordneten Selbständigkeit, Selbstsicherheit und somit zu einer harmonischen Persönlichkeitsentwicklung zu verhelfen. Psychomotorik betont innerhalb der Motorik den engen Zusammenhang von Wahrnehmen, Erfahren, Erleben und Handeln. Damit wird die Bewegung nicht nur allein auf den Körper bezogen. Sie ein Ausdruck der gesamten Persönlichkeit.

Die Psychomotorik ist eine mehrdimensionale, ganzheitliche Entwicklungsförderung der Grobmotorik, der Feinmotorik und der Wahrnehmung bei Bewegungsauffälligkeiten und Bewegungsstörungen sowie des Verhaltens.

Inhalte der Behandlung

  • Situations- und Übungsangebote zur Gleichgewichtskontrolle, Koordination, Geschicklichkeit, Kraft
  • Körpererfahrung in Ruhe und Dynamik
  • Entspannung
  • Förderung der Feinmotorik
  • Intensive Schulung aller Wahrnehmungsbereiche
  • Ausprobieren
  • Aktiv sein
  • Freude/ Freunde haben
  • Mut entwickeln
  • Stärke erleben
  • Vertrauen in sich selbst fassen
  • Ohne Leistungserwartung – ohne Leistungsnorm

Die Therapie erfolg durch verschiedene Spiel- und Interaktionsformen, sowie Reflektionen über das Erlebte.
Die psychomotorische Bewegungstherapie findet auch in Gruppen statt. Die Kinder können diese Situation aktiv gestalten; sie gewinnen Handlungskompetenzen und Selbstbewusstsein; sie lernen, sich mit ihrer Umwelt auseinander zu setzen, um daran zu reifen.


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