Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters

Die Abteilung für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters ist zuständig für die Diagnostik und Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit seelischen Problemen und psychischen Erkrankungen. Auf unseren 5 Stationen und in 2 Tageskliniken haben die jungen Patientinnen und Patienten die Möglichkeit, sich in einem therapeutischen und pädagogischen Milieu zu stabilisieren, Konflikte zu bewältigen und entsprechend ihrer jeweiligen Entwicklung selbstverantwortlich zu handeln. Dabei beziehen wir die Eltern bzw. Bezugspersonen in die Therapie mit ein.

Wer kommt zu uns?

Eltern, Jugendliche oder Kinder wenden sich an uns, wenn sie bei der Lösung von familiären oder eigenen Problemen Unterstützung haben möchten. Das kann der Fall sein bei Schwierigkeiten der Regulation von Gefühlen und Beziehungen, bei Ängsten, Depressionen, Problemen in der Verarbeitung schwerer Lebenserfahrungen, starken Problemen der sozialen und schulischen Integration, bei Störungen im Umgang mit körperlichen Erkrankungen insbesondere Diabetes oder Schmerzerkrankungen sowie bei ausgeprägten Spannungen zwischen Familienmitgliedern. Aufgenommen werden Patienten mit allen kinder- und jugendpsychiatrischen Störungsbildern. Spezielle Behandlungsangebote bestehen für Jugendliche mit Essstörungen (Anorexie, Bulimie, Adipositas) und mit psychischen Problemen im Umgang mit körperlichen Erkrankungen (z.B. psychisch überlagerte Schmerzen, Schwierigkeiten im Umgang mit chronischen Erkrankungen z.B. Diabetes).

Entwicklung heißt Veränderung

Als multiprofessionelles Team arbeiten wir eng zusammen mit Schulen, Beratungsstellen sowie den Sozialen Diensten und versuchen, das gesamte psychosoziale Umfeld in unsere Arbeit mit einzubeziehen. In unserem therapeutischen Team arbeiten sowohl ärztliche als auch psychologische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die über eine breite Palette von therapeutischen Möglichkeiten verfügen.

Dazu gehören - einzeln oder in der Gruppe - tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Verhaltenstherapie, Familientherapie, Musiktherapie, Kunsttherapie, Bewegungstherapie oder die psychopharmakologische Behandlung.

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit besteht in der Förderung unserer Patienten durch Ergotherapie, Holz- und Metallwerkstatt und körperliche Entspannungsverfahren.

Das Leben in der pädagogischen Gruppe

Auf 5 Stationen leben jeweils 8-10 Mädchen und Jungen in einer therapeutischen Gruppe zusammen. Die jungen Patienten im Alter zwischen 6-18 Jahren wohnen in 1-, 2- und 3-Bett Zimmern. Ein zentrales Moment unserer  pädagogisch-pflegerischen Bezugsarbeit ist die gemeinsame Tagesstrukturierung entlang einer abgestimmten, individuellen Behandlungs- und Pflegeplanung. Durch die besondere Verantwortung eines Teammitgliedes für einen Patienten kann eine persönliche, therapeutische und pädagogische Beziehung zu diesem Kind entwickelt werden. Pädagogische Gruppenangebote, sozialpädagogisches Kompetenztraining, pädagogische Elterngruppe oder die Eltern-Kind-Interaktionsgruppe gehören zu unserem Angebot.
Die angegliederte Klinikschule bietet alle Schularten an. Der Unterricht erfolgt überwiegend in Form von Einzel- und Kleingruppenunterricht. Dabei arbeiten wir gut mit den Heimatschulen zusammen.

Psychosomatische Station mit dem Schwerpunkt Ess-Störungen (z.B. Anorexie, Bulimie)

Für Mädchen mit einer Essstörung besteht ein spezielles Gruppentherapie-Angebot. Auf einer psychosomatischen Station mit diesem Behandlungsschwerpunkt wird unter Anleitung einer Diätassistentin selbständiges und angstfreies Essen eingeübt (nähere Info`s: Merkblatt Essstörungen, Behandlungskonzept Essstörungen).

Tagesklinische Behandlung Wilhelmstift & TK-Nord

Auf dem Gelände des Wilhelmstiftes und auf dem Gelände der Asklepios Klinik Nord, Standort Heidberg, verfügen wir über je 12 tagesklinische Behandlungsplätze. Wir behandeln Patienten vom Kleinkind- bis ins Jugendalter. Familientagesklinische Angebote ergänzen dies. Näheres zum Behandlungskonzept finden Sie in den beiden Flyern:

Klinikambulanz und MVZ

Im Rahmen unserer Klinikambulanz und des MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum) bieten wir die Möglichkeit einer erweiterten Diagnostik, von ambulanter Krisenintervention, Kurzzeittherapie sowie prä- und poststationärer Behandlung bei allen kinder- und jugendpsychiatrischen, -psychosomatischen und -psychotherapeutischen Fragestellungen. Stehen Alkohol- und Drogensucht im Vordergrund, verweisen wir in der Regel an spezialisierte Angebote.

Der Weg zu uns

Niedergelassene Kinder- und Jugendpsychiater, Therapeuten, Ärzte, Jugendämter oder Schulen verweisen bei Bedarf an uns. Die sorgeberechtigten Eltern melden sich in unserem Sekretariat    040 – 67 377 – 190.
Jugendliche in Not können sich auch selbständig bei uns melden.
Im Rahmen der Pflichtversorgung sind wir für die Hamburger Bezirke Mitte, Wandsbek, Bergedorf und den Stadtteil Langenhorn verantwortlich. Unfreiwillige Behandlungen sind möglich, wenn sie aus medizinischer Sicht notwendig und aus rechtlicher Sicht abgeklärt sind.
Behandlungen werden außer bei Notfallaufnahmen in mehreren Gesprächen gezielt mit den Patienten und ihren Familien vorbereitet.
Es gehört zum Abschluss jeder Behandlung, die pädagogische und therapeutische Nachsorge zu klären.

Ärztliche und therapeutische Leitung:
Chefarzt Dr. Joachim Walter

Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie

Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin

Ltd. Oberärztin Imke Neemann

Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie

Fachärztin für Neurologie

Pädagogische Leitung:   
Thomas Kobsa
Diplom-Sozialpädagoge
 

Kontakt:

Kath. Kinderkrankenhaus Wilhelmstift
Liliencronstr. 130
22149 Hamburg
Tel. 040 67377-190
Fax 040 67377-196
kjp@kkh-wilhelmstift.de

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